Ohnmacht der Mitschuldigen.

Da sich Politik, Kriminalpolizei, Staatsanwaltschaft und Medien dieser Bananenrepublik dazu entschlossen zu haben scheinen, wichtige Details des Amoklaufes von Emsdetten unter den Tisch zu kehren, wie man unter anderem am aktuellen Zustand der Website des Amokläufers Bastian B. und den zensierten Veröffentlichungen seines Abschiedsbriefes in diversen Medien erkennen kann, habe ich mich eben dazu entschlossen, hier einen Mirror dieser Website zur Verfügung zu stellen.

Ich möchte an dieser Stelle darauf hinweisen, daß ich mir damit weder das Gedankengut dieses, meiner Meinung nach psychisch gestörten Menschen zueigen mache möchte, noch anderen Menschen in ähnlich psychischer Verfassung solche Überlegungen empfehle. Das was dieser Bastian B. getan hat, ist keine Lösung; es ist letztlich feige und verantwortungslos!

Allerdings denke ich auch, das es ebensowenig eine Lösung ist, die tatsächlichen Ursachen für diese Tat unter den Teppich zu kehren und in idiotischer Art und Weise wieder einmal sogenannte Egoshooter als angeblichen Grund in den Vordergrund zu rücken.

Wer den Abschiedsbrief des Bastian B. aufmerkam liest und sich gleichsam intensiv auch mit dem Zustand unserer Gesellschaft, mit all der Kälte, Armut, Perspektivlosigkeit, mit Bildungsdefiziten und Konsumterrror sowie den damit erzeugten irrationalen Bedürfnissen befasst, der wird ganz schnell die wahren Ursachen benennen können.

Aber das interessiert von "denen da oben" wohl niemanden...

pharao

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Kommentare

Geschrieben von Pharao  
am 22. November 2006, 06:23
Nachtrag an die Herren "Zensoren":

Wenn Ihr ein weiteres Beispiel Eurer kognitiven Insuffizienz abgeben wollt, dann sperrt diese Seite ruhig, ich hab noch ein gutes Dutzend Anderer auf verschiedenen Servern.

Have Fun!

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Geschrieben von  
am 23. November 2006, 11:59
Danke das du dieses, wie ich finde, wichtige Dokument bewahrst. Auch wenn die Tat wie du schon sagtest feige war, kann man die Gründe die er sich zusammengebastelt hat nachvollziehen. Unser Mista Beckstein schreit mal wieder nach einem "Killerspiel"verbot. Hach das ist ja alles so einfach.

Gruß Marco

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Geschrieben von   www
am 25. November 2006, 10:42
Dass Kritik an Gesellschaft, Mitschülern, Lehrern, Eltern, Psychologen durch die NRW-Polizei zensiert wird zeigt klar, dass gar kein Interesse besteht an der Diskussion an den wirklichen Ursachen, nämlich an der Unterdrückung in Familie, Schule, Sexualität und durch das Jugendamt und andere staatliche/religiöse Institutionen. Niemand soll diese Ursachen erkennen und sich trauen, daran etwas zu ändern. Es ist besser, das alles ohne die intitutionelle Verlogenheit zu versuchen. Der Schuss ging nach hinten los, sodass auch dieser verzweifelte Wutausbruch mit Waffengewalt wahrscheinlich nur noch zu mehr (Vorsorge)-kontrolle und Unterdrückung führen wird. Ich will dieses Kindheitszerstörungssystem in keinem Falle durch meine eigene Mitarbeit unterstützen, deshalb bin ich auf der Suche nach Menschen, die sich zusammentun um Projekte aufzubauen mit dem Anspruch auf ein politisches Engagement, das nicht den verlogenen "Kinderschutz" im Auge hat, sondern eine Bewegung für die Selbstbestimmungs r e c h t e von Kindern und Jugendlichen. Eine kleine Gruppe Aktiver ist schon vorhanden. Räume zum leben und Arbeitsmöglichkeiten (Zweiradwerkstatt und Bücherantiquariat)auch. Die Menschen , die zu uns flüchten, brauchen Deine Unterstützung.
www.jugendselbsthilfe.de
www.akkak.de

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Geschrieben von Klardenker  
am 26. November 2006, 18:41
Ich finde es erschreckend , wie viele Leute Sympathien für einen Massenmörder empfinden können (er hat niemanden getötet doch es war sein Plan). Klar wurde er gemobbt schön und gut aber ich glaube jeder hat mit so etwas schon Erfahrungen gemacht und wird dadurch jeder zum Amokläufer? Das gehört nunmal zum Alltag nicht nur an Schulen und nicht nur in Deutschland sondern weltweit.

Habt ihr euch eigentlich schonmal darüber gedanken gemacht das ihr mit manchen Äusserungen ala "Ich kann ihn verstehen" und "Alle hacken auf ihm rum" Leute die in einer ähnlichen Situation wie der Amokläufer von Emsdetten sich ermutigt fühlen könnten den gleichen Schritt zu wagen? Ich finde das unverantwortlich.

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Geschrieben von  
am 26. November 2006, 19:37
Ja klar, könnten sich Leute ermutigt fühlen, aber ihm wurde zum beispiel von seinen mitschülern ein glühender fahrradschlüssel (oder so) in die hand gepresst! Alle sehen diese jedoch nur als "Opfer". Doch sie sind auch Täter! Bastian B. fühlte sich ungeliebt. Seine Eltern haben sich nie um ihn gekümmert, er hatte erst ein mal (betrunken) ein mädchen geküsst... er war natürlich psychisch krank und hat alles nur negativ gesehen (siehe S.A.A.R.T)
und es ist nicht nachvollziehbar oder verständlich, was er getan hat... doch es kann nicht sein, dass ein Mensch etwas sagt wie : Klar wurde er gemobbt schön und gut...
Das ist mehr als Mobbing, was seine mitschüler mit ihm gemacht haben! Sein Abschiedsbrief ist sehr traurig und lässt einen mit ihm fühlen. doch verstehen kann ich ihn auch nicht!!!

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