Fight back!

Ein Aufschrei der "freien" Welt, oder anders gesagt, der Vasallen Amerikas, hallt durch den Äther...

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Da haben doch die schlimm bösen Stalinisten des voll garstigen Regimes in Nordkorea gewagt, sich der Blasphemie schuldig zu machen, in der Riege der Atommächte mitmischen zu wollen - ein Skandal!
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Man kann über Stalinismus denken was man möchte, man kann über das Regime in Nordkorea und die sozialen Zustände dort denken was man möchte und man kann auch über das Für und Wider des Mythos "Atomare Abschreckung" denken was man möchte - trotzdem kann ich das Vorgehen Nordkoreas absolut nachempfinden. Es war, so denke ich, ein deutliches Signal zur richtigen Zeit!

Nordkorea ist auf die gleiche Weise Opfer der aggressiven hegemonialen Politik Amerikas geworden, wie die DDR in Deutschland oder Nordvietnam in Vietnam. In all diesen Fällen wurden fremde Länder besetzt, zunächst zwischen den beiden Hauptparteien des Kalten Krieges aufgeteilt und letztlich durch Gründung eines Teilstaates versucht, vollendete Tatsachen zu schaffen b.z.w. Bestrebungen für eine militärische Wiedervereinigung nach Konsens der Westmächte in die Wege zu leiten. Indochina-Krieg, Vietnam-Krieg und auch Korea-Krieg sprechen eine eindeutige Sprache, überall hatten Amerikaner und ihre westlichen Handlanger ihre dreckigen Finger im Spiel.

Der Koreakrieg endete letztendlich 1953 mit einer Pattsituation d.h. einem Waffenstillstandsabkommen zwischen Süd- und Nordkorea. Es gab seither weder Friedensverhandlungen, noch Friedensabkommen beider Parteien, die sich somit per Definition noch immer im Kriegszustand befinden. Prinzipiell wäre das sicher nach so langer Zeit kein Problem mehr; immerhin gibt es seit einigen Jahren wieder erste Kontakte zwischen beiden Staaten; wären da nicht die ständigen durch die U.S.A. initiierten Provokationen gegen Nordkorea.

Da wurden gemeinsame militärische Manöver direkt an der Grenze des nordkoreanischen Hoheitsgebietes durchgeführt (das letzte erst im August diesen Jahres), Nordkorea nach 9/11 ohne sinnvolle Erklärung in die "Liste der Schurkenstaaten" aufgenommen sowie seit Jahren beständig mit verschiedenen Sanktionen und sogar militärischen Aktionen gedroht.
Gerade die Amerikaner, die seit über 50 Jahren versuchen, mit ihrem atomaren Abschreckungspotential die ganze Welt in Schach zu halten, sollten die Bälle flach halten; schließlich macht Nordkorea in diesem speziellen Fall nichts anderes.
Sie haben den U.S.A. lediglich unmißverständlich klargemacht, daß eine militärische Intervention nur zu einem sehr, sehr hohen Preis möglich sein wird. Angesichts heutiger amerikanischer Politik, insbesondere gegen linksorientierte Staaten ein verständliches Anliegen...

Die U.S.A. sehen jede Form linker Politik, jede Form von Kommunismus oder Sozialismus als persönliche Bedrohung an, zu deren Auslöschung absolut jedes Mittel recht ist, egal wieviele Menschenleben und wieviel Elend in der Welt es kostet...

Selbst heute, während ich diesen Text schreibe, sind amerikanische Agenten und Militärs dabei z.b. in Bolivien einen Staatsstreich zu organisieren, in Kuba zu einer weiteren wirtschaftlichen Destabilisierung beizutragen sowie Vietnam mithilfe der IWF abhängig zu machen. Welche Folgen ein Deal mit dem IWF haben kann, ist ganz gut am Beispiel von Nicaragua zu sehen. Elend, Armut, Hunger, Ausbeutung, Raub der Rohstoffressourcen - da scheint mir Sozialismus in der Tat die bessere Lösung zu sein...

pharao

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