Geh ich doch heute morgen nichtsahnend zum Bäcker, als mir im Zeitungsständer die Schlagzeile der BILDzeitung ins Auge poppt...
RENTE - Warum gibts im Osten mehr? Sie ist bis zu 72,7% höher als im Westen!
So eine billige Stimmungsmache gegen den Osten ist mir ja lange nicht mehr untergekommen. Sind die Redakteure dort wirklich alle so dämlich wie ihre Texte? Können die wirklich weder nachdenken noch nachrechnen? Oder sollte da Absicht hinterstecken? Naja, es wird wohl eine Mischung aus Unvermögen und Vorsatz sein, viel Hirn kann man deren Publikationen jedenfalls selten entnehmen...
Aber gibts denn nun im Osten tatsächlich mehr Rente und wenn ja warum?
Es kommt auf die Perspektive an, aus der man den Sachverhalt betrachtet. Zum ersten muß ganz klar gesagt werden, daß der Ostrentner pro geleistetes Arbeitsjahr noch immer weniger Rente bekommt als der Rentner im Westen. 16 Jahre nach der Wiedervereinigung sind die Zahlbeträge noch immer nicht an Westniveau angepasst. Das ist der eigentliche Skandal!
Mehr bekommt er nur deshalb, weil er im Durchschnitt deutlich mehr Arbeitsjahre aufzuweisen hat.
- in der DDR gab es keine Arbeitslosigkeit, es wurde von 16 - 65 Jahre durchgearbeitet.
- in der DDR gab es Vollbeschäftigung, Halbtagsjobs waren eher die absolute Seltenheit.
- in der DDR war der Rentenbeginn seit jeher bei 65 Jahren statt wie in der BRD früher bei 60 Jahren.
- in der DDR waren über 90% der Frauen berufstätig.
Aus diesen Fakten ergibt sich nunmal (besonders bei Frauen) eine eklatant höhere Anzahl Arbeitsjahre und damit auch Rentenzahlungen. Was sollte daran illegitim sein?
Stattdessen sollte man sich mal über einige andere Dinge unterhalten,die ich als absoluten Betrug an allen in der DDR berufstätigen Menschen empfinde, die in der BRD Rente erhalten oder erhalten werden.
Warum wurde das Niveau der Ostrenten am Vorhandensein einer DDR-Zusatzversicherung festgemacht d.h. warum bekommt man weniger Rente, wenn man diese DDR-Zusatzversicherung nicht hatte? Warum rechnet man nicht die längeren Arbeitszeiten (43 Std. Woche) der DDR mit ein und warum berücksichtigt man nicht das erheblich niedrigere Lohnniveau der DDR was dazu führt, daß Ostrentner für die gleiche Lebensarbeitsleistung deutlich weniger Rente bekommen?
Von einer Gleichbehandlung, einer echten Wiedervereinigung kann bei Gott keine Rede sein. Wir werden bei der Rente beschissen, arbeiten 40 statt 35 Stunden die Woche bei durchschnittlich 80% Verdienst der Altbundesländer, sollen immer schön die Schnauze halten, ja nicht meckern und dann wird auch noch auf einem rumgehackt...
Sagt mal, habt Ihr sie noch alle?
pharao
RENTE - Warum gibts im Osten mehr? Sie ist bis zu 72,7% höher als im Westen!
So eine billige Stimmungsmache gegen den Osten ist mir ja lange nicht mehr untergekommen. Sind die Redakteure dort wirklich alle so dämlich wie ihre Texte? Können die wirklich weder nachdenken noch nachrechnen? Oder sollte da Absicht hinterstecken? Naja, es wird wohl eine Mischung aus Unvermögen und Vorsatz sein, viel Hirn kann man deren Publikationen jedenfalls selten entnehmen...
Aber gibts denn nun im Osten tatsächlich mehr Rente und wenn ja warum?
Es kommt auf die Perspektive an, aus der man den Sachverhalt betrachtet. Zum ersten muß ganz klar gesagt werden, daß der Ostrentner pro geleistetes Arbeitsjahr noch immer weniger Rente bekommt als der Rentner im Westen. 16 Jahre nach der Wiedervereinigung sind die Zahlbeträge noch immer nicht an Westniveau angepasst. Das ist der eigentliche Skandal!
Mehr bekommt er nur deshalb, weil er im Durchschnitt deutlich mehr Arbeitsjahre aufzuweisen hat.
- in der DDR gab es keine Arbeitslosigkeit, es wurde von 16 - 65 Jahre durchgearbeitet.
- in der DDR gab es Vollbeschäftigung, Halbtagsjobs waren eher die absolute Seltenheit.
- in der DDR war der Rentenbeginn seit jeher bei 65 Jahren statt wie in der BRD früher bei 60 Jahren.
- in der DDR waren über 90% der Frauen berufstätig.
Aus diesen Fakten ergibt sich nunmal (besonders bei Frauen) eine eklatant höhere Anzahl Arbeitsjahre und damit auch Rentenzahlungen. Was sollte daran illegitim sein?
Stattdessen sollte man sich mal über einige andere Dinge unterhalten,die ich als absoluten Betrug an allen in der DDR berufstätigen Menschen empfinde, die in der BRD Rente erhalten oder erhalten werden.
Warum wurde das Niveau der Ostrenten am Vorhandensein einer DDR-Zusatzversicherung festgemacht d.h. warum bekommt man weniger Rente, wenn man diese DDR-Zusatzversicherung nicht hatte? Warum rechnet man nicht die längeren Arbeitszeiten (43 Std. Woche) der DDR mit ein und warum berücksichtigt man nicht das erheblich niedrigere Lohnniveau der DDR was dazu führt, daß Ostrentner für die gleiche Lebensarbeitsleistung deutlich weniger Rente bekommen?
Von einer Gleichbehandlung, einer echten Wiedervereinigung kann bei Gott keine Rede sein. Wir werden bei der Rente beschissen, arbeiten 40 statt 35 Stunden die Woche bei durchschnittlich 80% Verdienst der Altbundesländer, sollen immer schön die Schnauze halten, ja nicht meckern und dann wird auch noch auf einem rumgehackt...
Sagt mal, habt Ihr sie noch alle?
pharao






am 26. August 2006, 05:41
Es geht nicht um Almosen Herr Schmidt! Es geht um Gleichbehandlung, um Gerechtigkeit, darum das zu bekommen, was einem zusteht. Bei Geld hört die Freunschaft bekanntlich auf!
pharao
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