In den letzten Tagen erhielt ich einige garstige Mails bezüglich meiner Auslassungen über die derzeit stattfindende Fußball-WM, zu denen ich gerne noch meinen Senf abgeben möchte.
Dieser Beitrag wird Ihnen präsentiert von Pitbull-Burger und T(error)-Com!
Nein, ich habe absolut nichts gegen Fußball oder eine Fußball-WM in Deutschland. Eigentlich geht es nicht einmal um Fußball, sondern in erster Linie um das Drumherum.
Die FIFA, ursprünglich ein gemeinsamer Verband aller Länder, in denen Fußball auf internationaler Ebene gespielt wird; inzwischen ein profitorientiertes Unternehmen mit deutlichem Hang zur Diktatur, welches fast jährlich mit neuen sinnlosen Regeländerungen, die eigentlich keiner will, auf sich aufmerksam macht. Und was leidet darunter? Die Attraktivität des Fußballsports!
Gelbe Karte für Jubeln, Gelb-Rote Karte, Rückpassverbot zum Torhüter, Wegfall der 2 Gruppenrunde bei Weltmeisterschaften, Golden Goal, Silver Goal, neue Abseitsregel, zurück zur alten Abseitsregel etc., ganz zu schweigen von der inzwischen völligen Unterordnung spieltechnischer Abläufe sowie biorythmischer Zusammenhänge unter das Regime von Sendezeiten, TV-Anstalten und Werbeindustrie.
Ich habe 1974 bis 1986 jedes einzelne Spiel gesehen, ab der 86'er WM trat die Verkommerzialisierung des Fußballes so offen zu Tage, daß es von Jahr zu Jahr eine größere Zumutung wurde, sich die Zerstörung dieses Sports ansehen zu müßen.
Mal ehrlich. Sind die Gagen für Spieler und Trainer, die Höhe der Verwertungsrechte, die pompösen Stadien und der ganze Werbeklimbim im Schlepptau des Fußballs noch realistisch?
Ist es normal, das die FIFA das Gro der Werbeeinnahmen und Eintrittsgelder während der WM kassiert, den eigentlichen Veranstaltern aber die Größe der "Fanmeilen" oder gar Anzahl der Videoleinwände aufdoktriniert? Ist es noch erträglich, das die FIFA sogar über die in den Stadien verwendete Rasensorte entscheidet und das auf Kosten der Eigner?
Was mich im Moment jedoch noch viel mehr nervt, ist die Art und Weise, in der unsere Politiker diese Fußball-WM mißbrauchen, indem sie im Schatten selbiger, fast unbemerkt vom dadurch abgelenkten Volk politische Entscheidungen größerer Tragweite durchboxen.
Man kann überhaupt nicht soviel essen, wie man kotzen möchte!
Dieser Beitrag wurde Ihnen präsentiert von Pitbull-Burger und Tea-Mopeil!
Möge trotzdem der Beste gewinnen, auch wenn Fußball schon lange nicht mehr das ist, was es einmal war...
pharao
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Nein, ich habe absolut nichts gegen Fußball oder eine Fußball-WM in Deutschland. Eigentlich geht es nicht einmal um Fußball, sondern in erster Linie um das Drumherum.
Die FIFA, ursprünglich ein gemeinsamer Verband aller Länder, in denen Fußball auf internationaler Ebene gespielt wird; inzwischen ein profitorientiertes Unternehmen mit deutlichem Hang zur Diktatur, welches fast jährlich mit neuen sinnlosen Regeländerungen, die eigentlich keiner will, auf sich aufmerksam macht. Und was leidet darunter? Die Attraktivität des Fußballsports!
Gelbe Karte für Jubeln, Gelb-Rote Karte, Rückpassverbot zum Torhüter, Wegfall der 2 Gruppenrunde bei Weltmeisterschaften, Golden Goal, Silver Goal, neue Abseitsregel, zurück zur alten Abseitsregel etc., ganz zu schweigen von der inzwischen völligen Unterordnung spieltechnischer Abläufe sowie biorythmischer Zusammenhänge unter das Regime von Sendezeiten, TV-Anstalten und Werbeindustrie.
Ich habe 1974 bis 1986 jedes einzelne Spiel gesehen, ab der 86'er WM trat die Verkommerzialisierung des Fußballes so offen zu Tage, daß es von Jahr zu Jahr eine größere Zumutung wurde, sich die Zerstörung dieses Sports ansehen zu müßen.
Mal ehrlich. Sind die Gagen für Spieler und Trainer, die Höhe der Verwertungsrechte, die pompösen Stadien und der ganze Werbeklimbim im Schlepptau des Fußballs noch realistisch?
Ist es normal, das die FIFA das Gro der Werbeeinnahmen und Eintrittsgelder während der WM kassiert, den eigentlichen Veranstaltern aber die Größe der "Fanmeilen" oder gar Anzahl der Videoleinwände aufdoktriniert? Ist es noch erträglich, das die FIFA sogar über die in den Stadien verwendete Rasensorte entscheidet und das auf Kosten der Eigner?
Was mich im Moment jedoch noch viel mehr nervt, ist die Art und Weise, in der unsere Politiker diese Fußball-WM mißbrauchen, indem sie im Schatten selbiger, fast unbemerkt vom dadurch abgelenkten Volk politische Entscheidungen größerer Tragweite durchboxen.
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pharao






am 29. Juni 2006, 22:38
Merke: "Football is for you and me, not for fucking industry!"
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