Inzwischen ist der auf einer Romanvorlage von Dan Brown basierende Film 'The Da Vinci Code - Sakrileg' in den Kinos einiger Länder angelaufen, begleitet von stürmischen Protesten nicht weniger Katholiken. Bereits im Vorfeld gab es Boykottaufrufe diverser kirchlicher Institutionen und Forderungen nach einer vor dem Film zu sendenden Gegendarstellung durch die katholische Sekte "Opus Dei", die sich bei den Protesten besonders hervortat.
http://de.opusdei.org/art.php?p=16349
Ich habe dieses Buch bereits vor längerer Zeit gelesen und ich empfand es als abwechslungsreiche, spannende und sehr unterhaltsame Lektüre. An keiner Stelle allerdings kam ich in Versuchung, einem als Roman deklarierten Bestseller zu unterstellen, die erzählte Geschichte könnte real sein...
Was kann an einer fiktiven Story falsch, ungerecht oder verleumderisch sein (das schliesst alleine schon der Begriff "fiktiv" aus)?
Ne klar. Boykottaufrufe, einstweilige Verfügungen und Verbotsanträge haben mit Einschränkung der Meinungsfreiheit rein gar nichts zu tun - echt nich...
http://de.opusdei.org/art.php?p=16294
Ein irrer Film, eine böse Karikatur Jesu Christi, ein oberflächliches und verantwortungsloses Zerrbild - Aha...
Vergessen wir doch für einen Moment Fiktion und Realität. Was wäre so schlimm daran, hätte Jesus tatsächlich Frau und Kind gehabt? Ist die Darstellung eines mordenden Mönches angesichts der Verbrechen der katholischen Kirche (Inquisition, Kollaboration mit den Nazis) bis ans Ende des letzten Jahrhunderts (Waffenhandel, Devisenschmuggel, Auftragsmorde an Roberto Calvi, Michele Sindona, Sergio Vaccari und Vincenzo Casillo) wirklich so absurd? Und warum protestiert die katholische Kirche angesichts nicht weniger anderer Werke kritischen oder fiktiven Inhaltes ('Der Name der Rose' oder auch 'Das Jesus-Video') so vehement gegen _diesen_ Film?
Man könnte fast den Eindruck gewinnen, er enthielte vielleicht doch einige unangenehme Wahrheiten, die der Klerus lieber nicht veröffentlicht sehen möchte ;o)
pharao
http://de.opusdei.org/art.php?p=16349
QUOTE:
Heute ist der Film „The Da Vinci Code – Sakrileg“ uraufgeführt worden. Der Film gibt den Roman wieder, der falsch, ungerecht und für die Christen beleidigend ist. Er verstärkt noch die verleumderische Wirkung durch die Kraft der Bilder. Auch hat sich bestätigt, daß der Film keinen Vorspann enthält, der erklärt, daß jede Ähnlichkeit mit der Wirklichkeit reiner Zufall ist.
Heute ist der Film „The Da Vinci Code – Sakrileg“ uraufgeführt worden. Der Film gibt den Roman wieder, der falsch, ungerecht und für die Christen beleidigend ist. Er verstärkt noch die verleumderische Wirkung durch die Kraft der Bilder. Auch hat sich bestätigt, daß der Film keinen Vorspann enthält, der erklärt, daß jede Ähnlichkeit mit der Wirklichkeit reiner Zufall ist.
Ich habe dieses Buch bereits vor längerer Zeit gelesen und ich empfand es als abwechslungsreiche, spannende und sehr unterhaltsame Lektüre. An keiner Stelle allerdings kam ich in Versuchung, einem als Roman deklarierten Bestseller zu unterstellen, die erzählte Geschichte könnte real sein...
Was kann an einer fiktiven Story falsch, ungerecht oder verleumderisch sein (das schliesst alleine schon der Begriff "fiktiv" aus)?
QUOTE:
In den letzten Monaten haben sich viele Katholiken, Christen verschiedener Konfessionen, Juden, Moslems und andere Gläubige und Bürger guten Willens respektvoll zu Wort gemeldet. Ihre Bitten haben offensichtlich keinen Erfolg gehabt. Diese Stimmen forderten weder eine Sonderbehandlung noch wollten sie die Meinungsfreiheit einschränken. Die Bitte um Achtung ist etwas Selbstverständliches und entspricht den Verpflichtungen, die Sony der Gesellschaft gegenüber eingegangen ist.
In den letzten Monaten haben sich viele Katholiken, Christen verschiedener Konfessionen, Juden, Moslems und andere Gläubige und Bürger guten Willens respektvoll zu Wort gemeldet. Ihre Bitten haben offensichtlich keinen Erfolg gehabt. Diese Stimmen forderten weder eine Sonderbehandlung noch wollten sie die Meinungsfreiheit einschränken. Die Bitte um Achtung ist etwas Selbstverständliches und entspricht den Verpflichtungen, die Sony der Gesellschaft gegenüber eingegangen ist.
Ne klar. Boykottaufrufe, einstweilige Verfügungen und Verbotsanträge haben mit Einschränkung der Meinungsfreiheit rein gar nichts zu tun - echt nich...
http://de.opusdei.org/art.php?p=16294
QUOTE:
Welch ein Kontrast! – Am 17. Mai 2006 wird in Cannes Ron Howards Streifen „The Da Vinci Code“ präsentiert – ein irrer Film und zugleich ein böse Karikatur Jesu Christi und der Katholischen Kirche einschließlich des Opus Dei. Und am 17. Mai 1992 sprach Papst Johannes Paul II. den Gründer des Opus Dei selig. Kurz darauf predigte der damalige Kardinal Joseph Ratzinger vor deutschen Pilgern über Gründung und Geist von Josefmaria Escrivá. Auch 2002, aus Anlass von dessen Heiliggsprechung am 6. Oktober, hat der heutige Papst Benedikt XVI. über Gründer und Werk gesprochen.
2006 und 1992 – Heute ein oberflächliches und verantwortungsloses Zerrbild, damals eine tiefgreifende Einordnung in das Gesamt christlicher Spiritualität.
Welch ein Kontrast! – Am 17. Mai 2006 wird in Cannes Ron Howards Streifen „The Da Vinci Code“ präsentiert – ein irrer Film und zugleich ein böse Karikatur Jesu Christi und der Katholischen Kirche einschließlich des Opus Dei. Und am 17. Mai 1992 sprach Papst Johannes Paul II. den Gründer des Opus Dei selig. Kurz darauf predigte der damalige Kardinal Joseph Ratzinger vor deutschen Pilgern über Gründung und Geist von Josefmaria Escrivá. Auch 2002, aus Anlass von dessen Heiliggsprechung am 6. Oktober, hat der heutige Papst Benedikt XVI. über Gründer und Werk gesprochen.
2006 und 1992 – Heute ein oberflächliches und verantwortungsloses Zerrbild, damals eine tiefgreifende Einordnung in das Gesamt christlicher Spiritualität.
Ein irrer Film, eine böse Karikatur Jesu Christi, ein oberflächliches und verantwortungsloses Zerrbild - Aha...
Vergessen wir doch für einen Moment Fiktion und Realität. Was wäre so schlimm daran, hätte Jesus tatsächlich Frau und Kind gehabt? Ist die Darstellung eines mordenden Mönches angesichts der Verbrechen der katholischen Kirche (Inquisition, Kollaboration mit den Nazis) bis ans Ende des letzten Jahrhunderts (Waffenhandel, Devisenschmuggel, Auftragsmorde an Roberto Calvi, Michele Sindona, Sergio Vaccari und Vincenzo Casillo) wirklich so absurd? Und warum protestiert die katholische Kirche angesichts nicht weniger anderer Werke kritischen oder fiktiven Inhaltes ('Der Name der Rose' oder auch 'Das Jesus-Video') so vehement gegen _diesen_ Film?
Man könnte fast den Eindruck gewinnen, er enthielte vielleicht doch einige unangenehme Wahrheiten, die der Klerus lieber nicht veröffentlicht sehen möchte ;o)
pharao





