"Ahmadinedschad-Eklat bei U.N. Antirassismus-Konferenz", "Empörung über Ahmadinedschad" oder auch ähnlich reißerisch titelte gestern der Boulevard-Blätterwald...
Was war geschehen? Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte bei der U.N.-Antirassismus Konferenz in Genf die bereits im Vorfeld erwartete Rede gegen Israel gehalten, wegen der bereits einige Teilnehmerländer die Veranstaltung prophylaktisch boykottierten (komisches Demokratieverständnis haben die, mal nebenbei bemerkt).
Man kann von Ahmadinedschad halten was man will, er mag in der Tat ein Antisemit, darüberhinaus ein ziemlicher Depp und neben George Bush sicher einer der dämlichsten Staatsoberhäupter der Neuzeit sein, aber selbst das berechtigt den ach so demokratisch und freiheitlich orientierten Westen nicht, seine Ausführungen pauschal zu verdammen, wenn sie denn wahr sein sollten.
Nun gut, also was hat er diesmal eigentlich von sich gegeben?
Er bezeichnete Israel, insbesondere den Zionismus als grausames und rassistisches Regime, ging auf die Ursachen der Nahostproblematik ein, indem er die gegenüber den Palästinensern ungerechtfertigte Gründung des Staates Israel und deren Ursachen hervorhob und er behauptete, Israel, die EU und die U.S.A. hätten und würden weiterhin mit ihrer Duldungs- b.z.w. Unterstützungspolitik Israels deren Verbrechen erst ermöglichen und damit die Welt destabilisieren.
Und? Wo ist das Problem? Ist eine dieser Feststellungen widerlegbar? Nicht wirklich, oder?
Es ist doch ein Fakt, das die Staatsgründung Israels über den Kopf und gegen den Willen der eigentlichen Eigentümer dieses Landes von den Kolonialmächten und den U.S.A. forciert wurde. Ein weiterer Fakt ist, daß Israel seit Ewigkeiten zusätzliche Gebiete besetzt hält, die nicht zu dessen Hoheitsgebiet zählen. Auch ein Fakt ist, daß Israel äußerst brutal und rücksichtslos seine Interessen durchsetzt und die Menschen in den besetzten Gebieten unterdrückt sowie ungleich seiner eigenen Bevölkerung behandelt, was man gemeinhin unter Rassismus versteht.
Die U.N. und namhafte Menschenrechtsorganisationen haben Israel zudem erst kürzlich im Zusammenhang mit der letzten Militäraktion diverser Kriegsverbrechen beschuldigt. Aber kaum ist die Militäraktion in Gaza vorbei, droht man schon wieder in eine andere Richtung.
Wundert sich da irgendwer, daß Ahmadinedschad nach den ständigen Provokationen Israels, erst kürzlich gar in Form einer direkten Kriegsdrohung ein Problem mit denen hat? Mal ganz davon abgesehen, wer hat das nicht im Nahen Osten? Da sollten sich einige Leute doch mal die Frage stellen, warum das so ist?
Um gleich im Vorfeld Flames vorzubeugen, die mir wieder einmal antisemitisches Gedankengut unterstellen wollen: Egal ob Schwarz, Gelb oder Weiß, egal ob Jude, Katholik oder Atheist, für mich sind alle Menschen gleich. Ich messe sie an dem was Sie tun, nicht an dem was sie darstellen (wollen). Religion oder auch Abstammung hat nichts, aber auch gar nichts mit dem Wert eines Menschen zu tun...
pharao
Was war geschehen? Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hatte bei der U.N.-Antirassismus Konferenz in Genf die bereits im Vorfeld erwartete Rede gegen Israel gehalten, wegen der bereits einige Teilnehmerländer die Veranstaltung prophylaktisch boykottierten (komisches Demokratieverständnis haben die, mal nebenbei bemerkt).
Man kann von Ahmadinedschad halten was man will, er mag in der Tat ein Antisemit, darüberhinaus ein ziemlicher Depp und neben George Bush sicher einer der dämlichsten Staatsoberhäupter der Neuzeit sein, aber selbst das berechtigt den ach so demokratisch und freiheitlich orientierten Westen nicht, seine Ausführungen pauschal zu verdammen, wenn sie denn wahr sein sollten.
Nun gut, also was hat er diesmal eigentlich von sich gegeben?
Er bezeichnete Israel, insbesondere den Zionismus als grausames und rassistisches Regime, ging auf die Ursachen der Nahostproblematik ein, indem er die gegenüber den Palästinensern ungerechtfertigte Gründung des Staates Israel und deren Ursachen hervorhob und er behauptete, Israel, die EU und die U.S.A. hätten und würden weiterhin mit ihrer Duldungs- b.z.w. Unterstützungspolitik Israels deren Verbrechen erst ermöglichen und damit die Welt destabilisieren.
Und? Wo ist das Problem? Ist eine dieser Feststellungen widerlegbar? Nicht wirklich, oder?
Es ist doch ein Fakt, das die Staatsgründung Israels über den Kopf und gegen den Willen der eigentlichen Eigentümer dieses Landes von den Kolonialmächten und den U.S.A. forciert wurde. Ein weiterer Fakt ist, daß Israel seit Ewigkeiten zusätzliche Gebiete besetzt hält, die nicht zu dessen Hoheitsgebiet zählen. Auch ein Fakt ist, daß Israel äußerst brutal und rücksichtslos seine Interessen durchsetzt und die Menschen in den besetzten Gebieten unterdrückt sowie ungleich seiner eigenen Bevölkerung behandelt, was man gemeinhin unter Rassismus versteht.
Die U.N. und namhafte Menschenrechtsorganisationen haben Israel zudem erst kürzlich im Zusammenhang mit der letzten Militäraktion diverser Kriegsverbrechen beschuldigt. Aber kaum ist die Militäraktion in Gaza vorbei, droht man schon wieder in eine andere Richtung.
Wundert sich da irgendwer, daß Ahmadinedschad nach den ständigen Provokationen Israels, erst kürzlich gar in Form einer direkten Kriegsdrohung ein Problem mit denen hat? Mal ganz davon abgesehen, wer hat das nicht im Nahen Osten? Da sollten sich einige Leute doch mal die Frage stellen, warum das so ist?
Um gleich im Vorfeld Flames vorzubeugen, die mir wieder einmal antisemitisches Gedankengut unterstellen wollen: Egal ob Schwarz, Gelb oder Weiß, egal ob Jude, Katholik oder Atheist, für mich sind alle Menschen gleich. Ich messe sie an dem was Sie tun, nicht an dem was sie darstellen (wollen). Religion oder auch Abstammung hat nichts, aber auch gar nichts mit dem Wert eines Menschen zu tun...
pharao





