Vista ist fertig! Da wird es Zeit, nochmal ordentlich nachzutreten...
Seit meinem letzten Beitrag habe ich immer mal wieder ein Ghost-Image meiner Vista-Installation für ein paar weitere Tests bemüht. Aufgrund der vielen Nachfragen (Danke!) möchte ich meine Erkenntnisse hier nochmals im Rahmen einer stichpunktartigen Zusammenfassung der Allgemeinheit hinterlassen.
Fangen wir gleich damit an, das ich nur kurz nach der erstem Installation des Systemes (RC2) noch einmal installieren durfte, weil die noch notwendigen Bugfixes offensichtlich so umfangreich waren, daß sie nicht als Patch, sondern als Komplettpaket herausgegeben werden mußten und eine völlige Neuinstallation des Systemes erforderten.
Für den "Release Candidate" eines als "sicherstes Windows aller Zeiten" propagierten Systemes ein total peinlicher und absolut unakzeptabler Vorgang! Aber schauen wir doch, ob diese ja quasi neue Version an den Ergebnissen meines ersten Tests etwas ändert...
Alte/Verbliebene Fehler:
- Bluescreens bei abgeschalteten ACPI und/oder APIC - unverändert
- Installationszeit - noch 4min länger als bei der Vorversion
- Platzbedarf - unverändert
- Codec-(De)Integration - wie in Vorversion
- Verhalten des IP-Stacks - unverändert*¹, immerhin läuft nun wenigstens Antivir
- Programmkompatibilität - unverändert
- Stabilität - etwas, aber wenig besser d.h. immer noch Freezes und spontane Reboots
- Benchmarkergebnisse - um ca. 3 - 5% bessere Werte, je nach Test
- Videowiedergabe - minimal besser
*¹ Nachdem ich versucht hatte, remote per FreeNX-Client auf das System zu connecten, läßt sich dieses partout nicht mehr beenden. Jegliche Eingabe diesbezüglich wird komplett ignoriert. *lol*
Darüberhinaus sind mir einige weitere Macken aufgefallen, die ich im ersten Test einfach nicht bemerkte, weil ich im Classic-Look unterwegs war, das System auch nicht zum Arbeiten nutzte, oder sie sich erst mit dem Update eingeschlichen haben...
Weitere Fehler:
- nerviges Rückschalten von Aero in Standard-Theme bei diversen Programmen u.a. auch bei Mozilla
- noch viel nervigere Hänger über 2 - 5 Sekunden während der Arbeit bei höherer Systemlast
- das selbst Einbinden von Programmen als Dienste funktioniert nicht mehr...
- einige Dienste von Drittanbietern ebenfalls nicht
- Deutlicher Performanceverlust bei Videobearbeitung
- Die Virtual-Store Technik*² ist völlig untauglich und führt zu absolutem Datei-Chaos *³
- Häufige graphische Fehler in Aero-Oberfläche
*² Technik in Vista, die den Zugriff auf privilegierte Ordner in einern virtuellen Ordner umleitet.
*³ je nach Programm haben diese entweder keinen Zugriff auf ihre eigenen Dateien oder Dateien werden an den idiotischsten Stellen unauffindbar abgelegt.
Ich habe mir z.b. über die Jahre angewöhnt, aus Gründen der Datensicherung meine Programmdaten mit im Programmverzeichnis ablegen zu lassen, was jetzt nicht mehr geht. Stattdessen liegen die nun in x-ter Unterverzeichnisebene versteckt im Userverzeichnis. *arghh*
Vista ist so bestenfalls als Mogelpackung zu bezeichnen, irgendein Mehrwert gegenüber Windows XP oder Windows 2003 war an kaum einer Stelle festzustellen. Eher glaube ich, daß Vista eine ganz hinterfotzige Umsatzbeschaffungsmaßnahme für diverse Hardwarehersteller darstellt.
Aber listen wir die Fakten doch einfach auf...
Vorteile:
- Neues Theme (Aero), naja, wers braucht *pffft*
- DirectX 10
- etwas anfängerfreundlichere Konfiguration und Konfigurationsdialoge sowie Anordnung
- etwas mehr Sicherheit per Definition (wohlgemerkt "etwas")
Nachteile:
- Installation dauert erheblich länger als bei XP
- Vista belegt sehr viel mehr Festplattenplatz und Arbeitsspeicher
- Vista ist nahezu überall langsamer
- Inkompatibilität zu vielen älteren und aktuellen Programmen
- Instabilität
- Fehlende Möglichkeiten für versiertere User und häufig daraus resultierende...
- Ineffizienz
- integriertes DRM
- Administratoren werden zu rechtlosen Zuschauern degradiert
Wer also die hinter diesem Konsumterror stehenden Kapitalisten finanziell unterstützen, wer einen Haufen Kohle für neue, lauffähige Software ausgeben möchte und wem Effizienz, Zeit sowie Arbeitsproduktivität völlig piepegal ist - der soll ruhigen Gewissens auf Vista migrieren...
Vista ist; und das sage ich auch auf die Gefahr hin beleidigend zu wirken; etwas für mediaphile Klickibuntis, für Generation Pisa, schlicht für die Dummen intellektuell Benachteiligten dieser Welt...
pharao
Vista - Nachgetreten!
09. November 2006, 03:06Vom Wert der Demokratie...
09. November 2006, 00:55
Der wirkliche Wert einer Demokratie manifestiert sich nicht zuletzt darin, ob und wie der Wille des Volkes oder der Wille von Mehrheiten geachtet wird...
Nachdem sich Georg Bush durch massive Wahlfälschungen schon seine letzte Präsidentschaft erschlich, versuchten es seine Schergen bei der aktuellen US-Wahl offensichtlich wieder...
Und weil es im eigenen Land sowieso schon zum Himmel stinkt, kann man sich ruhig auch überall anders einmischen!
Während sich die Beobachter der Wahlen in Nicaragua einig sind...
...sieht das der selbsternannte Weltpolizist natürlich völlig anders...
Ist das die Demokratie, die wir wollten? Ist diese Demokratie besser als jene, gegen die wir 1989 zurecht mit den Füßen abstimmten? Seid Ihr immer noch der Meinung, dieses System wäre auch nur einen Hauch demokratischer als das der DDR oder der ehemaligen Sowjetunion?
Ja, ja, schon klar, hier ist nicht Amerika. Das stimmt, aber in einigen Jahren wird es hier nicht viel besser aussehen! Oder was glaubt Ihr, unterscheidet den amerikanischen vom deutschen Kapitalismus?
pharao
Nachdem sich Georg Bush durch massive Wahlfälschungen schon seine letzte Präsidentschaft erschlich, versuchten es seine Schergen bei der aktuellen US-Wahl offensichtlich wieder...
QUOTE:
...So wollten etwa E-Voting-Maschinen in Florida auffallend häufig Stimmen, die eigentlich für demokratische Kandidaten abgegeben wurden, den republikanischen Kontrahenten zuordnen.
(Quelle: Heise Newsticker vom 08.11.2006)
...So wollten etwa E-Voting-Maschinen in Florida auffallend häufig Stimmen, die eigentlich für demokratische Kandidaten abgegeben wurden, den republikanischen Kontrahenten zuordnen.
(Quelle: Heise Newsticker vom 08.11.2006)
Und weil es im eigenen Land sowieso schon zum Himmel stinkt, kann man sich ruhig auch überall anders einmischen!
Während sich die Beobachter der Wahlen in Nicaragua einig sind...
QUOTE:
Der Wahlprozess sei "ohne Betrugsversuche zu Ende gegangen", sagte der Leiter der Wahlbeobachtungsmission der Europäischen Union, Claudio Fava, am Montag (Ortszeit) in Managua. Die Wahlen seien ruhig und friedlich verlaufen, fügte der Italiener an. "Der Prozess lief friedlich, geordnet und in Übereinstimmung mit den Gesetzen ab", befand der Sprecher der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) Gustavo Gutiérrez. Der Ex-Präsident der USA Jimmy Carter, dessen Carter-Center seit 1990 die Wahlen in Nicaragua beobachtet, sprach nur von kleineren Mängeln...
Der Wahlprozess sei "ohne Betrugsversuche zu Ende gegangen", sagte der Leiter der Wahlbeobachtungsmission der Europäischen Union, Claudio Fava, am Montag (Ortszeit) in Managua. Die Wahlen seien ruhig und friedlich verlaufen, fügte der Italiener an. "Der Prozess lief friedlich, geordnet und in Übereinstimmung mit den Gesetzen ab", befand der Sprecher der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) Gustavo Gutiérrez. Der Ex-Präsident der USA Jimmy Carter, dessen Carter-Center seit 1990 die Wahlen in Nicaragua beobachtet, sprach nur von kleineren Mängeln...
...sieht das der selbsternannte Weltpolizist natürlich völlig anders...
QUOTE:
Nur die amerikanische Botschaft ließ in der Nacht zum Montag verlauten, dass sie dem Wahlprozess nicht traue. Die Administration Bush hatte sich im Vorfeld offen in den Wahlkampf des souveränen Landes eingemischt. Ihr Botschafter in Managua drohte mit der Einstellung der Entwicklungshilfe bei einem Sieg von Ortega. Damit malten sie erneut einen Konflikt mit dem großen Nachbarn im Norden an die Wand. Der überraschende Wahlverlust der Sandinisten 1990 war zu großen Teilen dem zermürbenden Contra-Krieg zuzuschreiben, den die USA finanziert hatten. Er kostete etwa 40.000 Menschen das Leben und verhinderte die Entwicklung des Landes...
(Quelle: Telepolis vom 08.11.2006)
Nur die amerikanische Botschaft ließ in der Nacht zum Montag verlauten, dass sie dem Wahlprozess nicht traue. Die Administration Bush hatte sich im Vorfeld offen in den Wahlkampf des souveränen Landes eingemischt. Ihr Botschafter in Managua drohte mit der Einstellung der Entwicklungshilfe bei einem Sieg von Ortega. Damit malten sie erneut einen Konflikt mit dem großen Nachbarn im Norden an die Wand. Der überraschende Wahlverlust der Sandinisten 1990 war zu großen Teilen dem zermürbenden Contra-Krieg zuzuschreiben, den die USA finanziert hatten. Er kostete etwa 40.000 Menschen das Leben und verhinderte die Entwicklung des Landes...
(Quelle: Telepolis vom 08.11.2006)
Ist das die Demokratie, die wir wollten? Ist diese Demokratie besser als jene, gegen die wir 1989 zurecht mit den Füßen abstimmten? Seid Ihr immer noch der Meinung, dieses System wäre auch nur einen Hauch demokratischer als das der DDR oder der ehemaligen Sowjetunion?
Ja, ja, schon klar, hier ist nicht Amerika. Das stimmt, aber in einigen Jahren wird es hier nicht viel besser aussehen! Oder was glaubt Ihr, unterscheidet den amerikanischen vom deutschen Kapitalismus?
pharao
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